Knapp an einer Sensation vorbei geschrammt sind unsere Mädchen Ivana Malobabic, Ana-Zsofia Fenyvesy, Amelie Solja und Kiara Segula.

Aber der Reihe nach: Zuerst ging es im Halbfinale gegen das LZ Linz Froschberg. Um das Ziel „Finale dahoam“ zu erreichen, wurde mit der Aufstellung gepokert. Ivana & Co haben aber auch gleichzeitig eine gute Performance abgelegt und sind nach rund 90 Minuten Spielzeit mit einem ungefährdeten 4:0 ins Finale eingezogen. Dort waren dann wie erwartet die Favoritinnen von Linz AG Froschberg die Gegnerinnen.

Der Beginn war – aufgrund der geplanten ORF-Live-Übertragung im Fernsehen auf ORF Sport+ – für 20:15 Uhr angesetzt. Aber das kam dann doch etwas anders, zumal das Tennis-Spiel aus Paris mit den „Legenden“ Djokovic gegen Nadal unserem heimischen Tischtennis vorgezogen wurde. Zumindest wurden die Spiele auf Livestream und auf Laola TV live übertragen. Und die Zuschauer konnten eine spannenden Partie sehen, die klar als Werbung für den Tischtennis-Sport in Österreich zu betrachten war.

Unsere Mädels starteten fulminant. Mit einem Siege von Ivana Malobabic, die Karoline Mischek mit 3:0 bezwingen konnte und Anna Fanyvesi, die Europas Nr. 1 – Sofia Polcanova überraschend mit 3:1 bezwang – gingen wir mit 2:0 in Führung. Dabei war der vierte Satz extrem eng: Polcanova wehrte fünf Matchbälle ab, vergab aber ihrerseits drei Satzbälle und verlor am Ende mit 14:16. Doch danach konterte der Favorit aus Linz, verkürzte durch das glatte 3:0 von Margarita Baltusyte gegen Amelie Solja 3:0 auf 1:2. Sofia Polcanova wetzte dann ihrerseits die Scharte aus, bezwang unsere Nr. 1 Malobabic mit einem eindrucksvollen 3:0 und stellte auf 2:2 im Gesamtscore. Karoline Mischek drehte gegen Amelie Solja einen 0:1-Satzrückstand, verwandelte den dritten Matchball zum 3:1 und brachte den Meister nach 147 Spielminuten erstmals in Führung. Als ein wahrer Krimi entpuppte sich dann auch noch die zweite Partie unserer Ana Fenevesy, die sich im 4.Satz leider an der Schulter verletzt hatte und sich im entscheidenden 5.Satz gegen Margarita Baltusyte mit 3:2 geschlagen geben musste und so wurde Linz AG Froschberg um kurz vor 23:30 Uhr  zum 21. mal österreichischer Meister.

Als Resümee können wir sagen, dass Ivana Malobabic, Ana-Zsofia Fenyvesy, Amelie Solja und Kiara Segula ein ausgezeichnetes Finale gespielt und den Froschberger Mädchen ebenbürtig waren und die Silbermedaille beinahe wie Gold glänzt. Top Leistung und herzlichen Glückwunsch.

Herzliche Gratulation auch den Siegerinnen von Linz AG Froschberg: Liu Jia, Sofia Polcanova, Karoline Mischek, Margarita Baltushyte, Ines Diendorfer, Romy Reiter sowie dem Trainer Zsolt Harczi und den Vereinsverantwortlichen Robert und Günther Renner